
Die Huveaune-Quellen
Das Castelette-Tal und seine Travertinbecken
Die Huveaune ist ein Küstenfluss von 48,4 Kilometern Länge. Sie entspringt in der Gemeinde Nans-les-Pins, im Talkessel des Castelette-Tals an der Nordseite der Sainte-Baume, und erreicht nach Saint-Zacharie, Auriol, Roquevaire, Aubagne und La Penne-sur-Huveaune an den Prado-Stränden in Marseille das Mittelmeer.
Die Becken
Auf ihren ersten Kilometern lagert das kalkhaltige Wasser Travertin ab und baut natürliche Dämme: die Becken oder „gours“, eine Kette klarer Wasserbecken, getrennt durch kleine Wasserfälle, unter Eichen und Buchen. Das Ganze brauchte mehrere tausend Jahre zur Entstehung und wird in wenigen Schritten beschädigt: Das Bett ist auch trocken empfindlich, und das Betreten des Travertins zerstört ihn dauerhaft. Baden, Mountainbiken und Hunde sind verboten, auch an der Leine.
Der Abfluss schwankt stark mit den Jahreszeiten. Die Becken sind im Sommer oft trocken und füllen sich nach den Herbst- und Frühlingsregen wieder, den besten Zeiten für einen Besuch. Bei Hochwasser kann der Fluss mächtig werden: 56 Kubikmeter pro Sekunde wurden am 14. Dezember 2008 gemessen.
Die Castelette-Höhle
Etwas oberhalb der Becken öffnet sich die Castelette-Höhle im Hang, auf etwa 590 Metern; hierher legt man die Geburt des Flusses, dessen Quelle vom Steg des Wanderwegs aus zu sehen ist. Das Tal gehört zum gelenkten biologischen Schutzgebiet des Staatsforsts der Sainte-Baume, das diesen Lebensraum und seine Arten schützt.
Anreise
Der Rundweg zu den Huveaune-Quellen beginnt im Zentrum von Nans-les-Pins und erreicht den Ort in einer Stunde und einer Viertelstunde Gehzeit, über einen ausgeschilderten Pfad und dann oberhalb der Becken, mit Informationstafeln. Im Sommer hängt der Zugang vom Präfekturerlass des Tages ab.
Siehe auch




- Typ
- Naturdenkmal
- Schutzstatus
- Réserve biologique dirigée du vallon de Castelette
- Zu Fuß erreichbar über
- Die große Huveaune-Runde Rundweg zu den Huveaune-Quellen Von der Huveaune nach Mantelette