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Das Innere der Grotte der Sainte-Baume

Die Grotte der Sainte-Baume

Das Heiligtum der Maria Magdalena, 894 Meter hoch in der Felswand

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Auf halber Höhe der Nordwand der Sainte-Baume, auf 894 Metern, öffnet sich im urgonischen Kalkstein eine Höhle von fünfundzwanzig mal zwanzig Metern. Die provenzalische Überlieferung will, dass Maria Magdalena im Jahr 47 hier ankam und dreißig Jahre in Gebet und Einsamkeit verbrachte, bevor sie bei Saint-Maximin starb. „Baume“ ist das provenzalische Wort für Höhle: Es gab dem ganzen Berg seinen Namen.

Fünfzehn Jahrhunderte Pilgerfahrt

Schon 415 richtete Johannes Cassian, Gründer der Abtei Saint-Victor in Marseille, in der Grotte eine Priorei ein. Päpste kamen 816 und 878, 1070 entstand ein Benediktinerkloster. Am 22. Juli 1254 stieg der heilige Ludwig auf der Rückkehr vom Kreuzzug zur Grotte hinauf. 1295 erreichte der Graf der Provence Karl II. von Anjou bei Papst Bonifatius VIII., dass die Betreuung der heiligen Stätten den Dominikanern anvertraut wurde, die sie bis heute wahrnehmen. Der letzte königliche Pilger war Ludwig XIV. am 5. Februar 1660.

Die Revolution plünderte und zerstörte das Heiligtum; die Statuen wurden geköpft. Ludwig XVIII. gab der Grotte 1821 ihren Status als Kapelle zurück, doch es war Pater Henri Lacordaire, der zwischen 1848 und 1859 die Stätte wiederherstellte und die Hostellerie am Fuß des Berges errichten ließ. Eine Gemeinschaft von Dominikanern lebt wieder dort.

Der Besuch

Von der Hostellerie steigen der chemin des Roys und dann der chemin du Canapé in etwa einer Dreiviertelstunde durch den Wald zum Fuß der Felswand. Eine Treppe mit 150 Stufen, so viele wie die Ave-Maria des Rosenkranzes, führt zur Esplanade und zur Grotte. Das Innere, kühl und dunkel, birgt einen Altar und Statuen; um Stille wird gebeten. Die chapelle des Parisiens und drei Bildstöcke entlang der Treppe stehen unter Denkmalschutz.

Die Grotte ist zur Winterzeit von 8.30 bis 17 Uhr und zur Sommerzeit von 7.30 bis 18.30 Uhr geöffnet. Das Heiligtum empfängt jährlich rund 500 000 Pilger und Besucher. Oberhalb erreicht ein steilerer Pfad den Kamm und die Saint-Pilon-Kapelle.

Typ
Höhle
Epoche
Sanctuaire depuis le Ve siècle, Dominicains depuis 1295
Schutzstatus
Chapelle des Parisiens et trois oratoires classés monuments historiques
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